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Jugendhilfeplanung

Die Jugendhilfeplanung ist eine Planung, die im § 80 Sozialgesetzbuch VIII definiert ist. In der Praxis ist es oft so, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendhilfeplanung neben den methodischen Ansätzen der Planung auch von konkreten politischen und rechtlichen Vorgaben und den handelnden Leitungskräften der Verwaltung beeinflusst werden, so dass Jugendhilfeplanung im Spannungsfeld der methodischen Planung auf der einen Seite und den Partikularinteressen einzelner sowie der Erwartungshaltung der Politik und der Jugendhilfeanbieter agiert.

In der Jugendhilfeplanung werden auf der örtlichen Ebene Planungen mit erheblichen finanziellen Auswirkungen betrieben. Hier sind insbesondere die Planung der Kindertagesbetreuung und die Planung der Hilfen zur Erziehung zu nennen. Neben den o.g. Interessen ergeben sich aus diesem Kontext erhebliche wirtschaftliche Interessen der Anbieter (freie Anbieter, Wohlfahrtsverbände und die Kommunen selbst) hinzu.

Jugendhilfeplanung hat Schnittmengen zu anderen Planungsbereichen (Armutsprävention, Sozialraumplanung, Schulentwicklungs- und Bildungsplanung link zum Bereich Bildung auf der Internetseite) u.a. Damit agiert sie in Feldern mit unterschiedlichen Rechtskreisen und tangiert Zuständigkeiten des Bundes, der Länder und der kommunalen Ebene.

Die Jugendhilfeplanung hat den Auftrag, Planungen methodisch auszugestalten und den örtlichen Jugendhilfeausschüssen (die nach § 71 SGB VIII sich mit den Angelegenheiten der Jugendhilfeplanung befassen) Entscheidungshilfen dadurch zu ermöglichen, dass neben den Ergebnissen der Jugendhilfeplanung die Interessenwahrnehmungen einzelner Akteure dargestellt werden.

Partizipation der Adressaten ist dabei eine wesentliche Handlungsmaxime, die die Jugendhilfeplanung in allen Planungsprozessen (mit) gestalten muss.

Dieses ist für die oft in ihren Kommunen einzeln agierenden Jugendhilfeplanenden mit Schwierigkeiten verbunden. Der VSOP ermöglicht hier neben den fachlichen Angeboten wie Informationen durch Workshops, Qualifizierung zur Sozialplanung (der Begriff wird hier umfänglich benutzt als Sammlung aller Fachplanungen, der Sozialberichterstattung u.v.m.) auch den kollegialen Austausch auf einer Plattform, auf der die eigene berufliche Rolle auf dem Hintergrund der Einbindung in die jeweiligen Strukturen reflektiert werden kann.

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